Hallo liebe Bienenfreunde,

wir haben heute das Ergebnis unserer Honiganalyse erhalten.  Dafür haben wir vor einiger Zeit eine Probe unseres Honigs zum  Institut für Bienenkunde nach Celle geschickt. Dort wurde unser Honig genau unter die Lupe das Mikroskop genommen. Unser Ziel war es vor allem zu erfahren was unsere Bienen denn eigentlich genau so eingesammelt haben. Was für Blüten haben die Bienen  angeflogen? Dafür werden insgesamt 500 im Honig enthaltene Pollen ausgezählt und den Pflanzen zugeordnet.

Hier gab es auch die für uns größte Überraschung. Das Institut für Bienenkunde empfiehlt für die erste Charge des Bees of Hannover Honigs die Bezeichnung “Lindenhonig”. Wir haben also einen  sortenreinen Honig. Unsere Etiketten haben wir mit der Bezeichnung “Sommerblüte” bedrucken lassen. Jetzt dürften wir ihn ganz offiziell sogar Lindenhonig nennen, denn so darf sich der Honig nennen, sobald er 20% Lindenpollen enthält. Unser Honig enthält 34% Lindenpollen. Der Geschmack unseres Honigs wurde durch das Institut als honigtypisch, intensiv aromatisch – herb, medizinisch bestimmt. Damit entspricht das Ergebnis im weitesten Sinne auch unseren Geschmackserfahrungen, lediglich das medizinisch klingt für mich etwas hart.

Neben der Pollenbestimmung werden noch diverse andere Faktoren analysiert. So  wird zum Beispiel die Invertase untersucht. Bei der Invertase gilt: je mehr, desto besser. Die Aktivität der Invertase (oder chemisch des Enzyms á-Glucosidase) ist ein Merkmal für die Naturbelassenheit  des Honigs und ist damit ein Ausdruck für die Reife und schonende Behandlung des Honigs. Der Grenzwert liegt hier bei 64 U/kg. Unser Honig liegt hier mit 129,9 U/kg sehr deutlich über dem Grenzwert.

Der Wassergehalt wurde ebenfalls bestimmt und liegt bei 17.8%, hier gilt je weniger, desto besser und mit den 17.8% liegen wir nah an dem vom Deutschen Imkerbund empfohlenen Grenzwert von 18%. Laut §2 der Honigverordnung muss Honig einen Wassergehalt von unter 20% haben. Zum Vergleich idealer Honig hat einen Wassergehalt von 16-17%. Wir stellen hier also zwei Dinge fest: 1. wir sind nicht weit vom optimalen Bereich entfernt und 2. der Ehrgeiz ist geweckt um hier im nächsten Jahr noch eine Schippe drauf zu legen.

Der Wassergehalt wirkt sich hauptsächlich auf die Haltbarkeit des Honigs aus. Je mehr Wasser im Honig enthalten ist, desto schneller beginnt er zu Gären. Der Deutsche Imkerbund empfiehlt für Honig grundsätzlich eine Haltbarkeit von 24 Monaten. Wir werden die Haltbarkeit unseres Honigs mit 12 Monaten angeben  und entsprechen auch hiermit den Vorgaben des Deutschen Imkerbundes für Honig mit einem Wassergehalt aus dem oberen Bereich. Wer mag kann sich die komplette Analyse hier als PDF herunterladen:  honiganalyse_bees_of_hannover_2016   ansonsten könnt ihr sie euch hier auch in Bildform angucken:

honiganalyse_seite-1 honiganalyse_seite-2

Wir sind schon ein bisschen begeistert von der Analyse und finden das Ergebnis wirklich sehr interessant. Auch wenn wir längst nicht mit allen Pflanzen auf der zweiten Seite etwas anfangen können, glauben wir, dass unsere Bienen da wirklich einen feinen Geschmack bewiesen haben.

PS: denkt dran euch für das Bingo anzumelden, den Termin für die Verlosung geben wir bald schon bekannt.

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