Hallo zusammen,
lange ist es wieder her. Doch wie bei unseren Bienen, kehrt auch bei uns so langsam die Winterruhe ein.

Wir haben unsere Bienen so gut es ging eingewintert.  Dabei wird natürlich jedes Volk individuell behandelt, denn so unterschiedlich wie die Völker  durch das Jahr gekommen sind, so unterschiedlich fällt jetzt auch die Unterstützung aus die benötigt wird.

Doch vorweg klären wir vielleicht mal die Frage wie Bienen überhaupt durch den Winter kommen. Anders als bei Wespen oder Hummeln überwintern die Bienen als komplettes Volk.  Sie bilden eine Wintertraube und kuscheln sich alle dicht aneinander. Vergleichbar mit den süßen Pinguinkolonien die  dem Wetter in der Antarktis trotzen.

Mit den Muskelgruppen die sonst die Flügel bewegen wird kräftig vibriert und so entsteht Wärme.  Damit die Bienen durch die Kontraktion der Flugmuskulatur nicht abheben, haken sie ihre Flügel aus. Die Mitte der Traube erreicht so Temperaturen von 20-22°C. Selbst bei eisigen Außentemperaturen.  In der Traube wird ständig gewechselt, die aufgewärmten Bienen aus der Mitte tauschen mit den Bienen am Rand die Position und so kommt jede Biene in den Genuss der wohligen Wärme.

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Dann stellt sich natürlich die Frage wie man herausbekommt was die Bienen für den Winter noch benötigen. Leider hängen diese Damen keinen Einkaufszettel raus um uns mitzuteilen was denn so benötigt wird bis Ende des Jahres. Wir haben uns bei der Kontrolle auf zwei Faktoren verlassen. Einmal die Anzahl der Bienen, wie stark sieht das Volk aus? Sind genug Bienen vorhanden um eine Wintertraube bilden zu können? Der zweite Faktor ist das Gewicht des Volks. Ein Volk, das in zwei Zargen überwintert sollte ungefähr 25kg wiegen. Bei einem einzargigen Volk werden in etwa 16kg benötigt. Gewogen wird die gesamte Beute. Das Gewicht zeigt dann an, dass genug Honig vorhanden ist…oder wie viel der Imker noch nachfüttern muss.

Zu Beginn unserer Einwinterung haben wir jedem Volk 5 Liter Zuckersirup gegönnt.  Zucker und Wasser wird in speziellen Futtereimern angerührt und dann in einer zusätzlichen Zargen an die Bienen gereicht. Der Eimer wird mit dem Deckel nach unten von oben auf die Völker gestellt. Der Eimer hat im Deckel eine durchlässige Membran, die mit einer Mischung aus Oberflächenspannung und Magie verhindert, dass die komplette Sirupmischung hinaus läuft, es den Bienen aber gleichzeitig ermöglicht durch die Membran die Zuckerlösung einzunehmen.

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futtereimer

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Die Bienen krabbeln dann von unten an den Deckel und saugen sich schön mit der Lösung voll. Genau wie den Nektar verarbeiten sie die Zuckerlösung dann zu Honig weiter und lagern diesen in den Waben ein.

Nachdem ersten leckeren Eimer haben wir die Kontrolle nach den obigen zwei Kriterien vorgenommen. Bei unserem mittleren Volk viel uns , vor allem im Vergleich zu den anderen Völkern, schnell auf, dass es deutlich kleiner ist als die anderen Völker. Das hängt natürlich direkt mit den stetigen Problemen mit der Königin zusammen. Der treue Leser weiß wovon ich spreche…
Wir haben also das mittlere Volk auf eine Zarge verkleinert und die Wage angesetzt. Schönes Ergebnis, das Volk ist schwer genug und kann so in den Winter gehen. Mensch, das war ja einfach.

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Das linke Volk macht es uns sogar noch leichter, es hat ein ordentliches Gewicht und macht auch optisch einen guten Eindruck. Brav!

Aber so schön kann es natürlich nicht weitergehen. Das rechte Volk, das Volk dem wir den Honig entnommen haben bereitet uns Kopfschmerzen. Es macht optisch zwar einen guten Eindruck, ist aber nicht schwer genug. Das liegt natürlich daran, dass wir den Bienen einen Teil der Ernte entnommen haben. Leider haben wir wohl zu spät im Jahr geerntet und als Folge daraus auch zu spät mit dem Einfüttern begonnen. Das Volk nimmt nun auch nach dem vierten Eimer Zuckerlösung nicht nennenswert an Gewicht zu. Es steht bei knappen 21kg und damit wird es jetzt auch in den Winter gehen. Wir hoffen sehr, dass der Honig reicht und das Volk den Winter schafft. Für hilfreiche Tipps sind wir hier, wie übrigens immer, sehr dankbar!

Kleiner Themensprung, denn neben der “Winter-Front” haben wir zur Zeit auch noch ein zweites Thema. Den Honig, da haben wir uns aktuell um schöne Gläser und ein wundervolles Etiketten Design gekümmert. Vielen Dank hier an Vanessa, Pascal und die netten Leute von  http://www.morelabels.de/ .

Der Honig ist so gut wie fertig und wie ihr ja schon im Blogpost über die Ernte verfolgen konntet haben wir knappe 15kg Honig geerntet. Die Nachfrage nach Honig ist einfach so gigantisch, dass wir längst nicht jedem den Traum von einem eigenen Glas Bees of Hannover Honig erfüllen können. Wir werden die Honiggläser für 5,50€ pro Glas zzgl. 50 Cent Glaspfand verkaufen.

2016-09-29

Der Honig hat einen sehr intensiven Geschmack, im Abgang wird er nochmal richtig interessant und entwickelt eine kräftige Note. Klingt jetzt sehr abgehoben und verrückt, aber wenn ihr ihn probiert habt werdet ihr verstehen, was ich meine. Auf jeden Fall mit diesem Mischzuckerkram aus den Regalen nicht zu vergleichen. So und jetzt die Frage aller Fragen: WO KRIEGE ICH DIESEN GEILEN HONIG?

Gute Frage! Da haben wir uns etwas ganz besonderes ausgedacht und zwar verlosen wir das Kaufrecht unter allen die wollen.bingo

BINGO – Jeder der Interesse an einem Glas Honig hat kann sich bei uns melden. Natürlich über sämtliche Kanäle die wir so haben. Schreibt uns eine E-Mail, meldet euch bei Facebook, kommentiert diesen Post hier oder sprecht uns einfach an. Wir sind ja schließlich noch echte Imker zum Anfassen  😉
Jede/r Interessent/in erhält eine Nummer und dann werden wir in einem Facebook-Livevideo zusammen mit euch BINGO spielen und die Nummern ziehen. Wir freuen uns auf euer Interesse und hoffen, dass euch die Idee mit der kleinen Verlosung genauso gut gefällt wie uns. Wir glauben, dass das einfach der gerechteste Weg ist und hoffen, dass sich so niemand vor den Kopf gestoßen fühlt. Achja, Familie und Helfer des Projekts gehen übrigens vor, die Gläser sind fest eingeplant und schaffen es daher gar nicht erst in die Verlosung.

Lange Rede kurzer Sinn, ran an die Tasten, schreibt uns und sichert euch eure Chance auf einen BINGO.

PS: Apropos Imker zum Anfassen, ich habe wirklich Lust mein Wissen über Bienen noch weiter zu verbreiten und könnte mir sehr gut vorstellen auch mal in Schulen zu gehen und Kindern von meiner Imkerarbeit zu erzählen. Natürlich bringe ich dann ein paar echte Bienen Waben und ein bisschen Werkzeug und Kram zum Anfassen mit. Wer sich sowas gut vorstellen kann oder Kontakte hat kann sich gerne bei mir melden

1 Comments

  1. Melina 4 Jahren ago

    Ich möchte super gerne in den Genuss des frischen Honig kommen!!!!

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