Wie ihr im letzten Post ja erfahren habt, mussten wir einen herben Rückschlag einstecken. Nachdem unsere Königin uns beim markieren entwischt ist waren wir heute mal wieder bei den Bienen. Als Motivation vorweg wollten wir zuerst einen Blick in Sabienes Volk werfen.

Das Volk entwickelt sich wirklich gut, die Bienen sind fleißig mit dem Wabenausbau beschäftigt, der Schub durch das Zuckerwasser macht sich wirklich deutlich bemerkbar. Das wichtigste Zeichen entdeckten wir aber hier: Stifte

Diese kleinen weißen Striche in den einzelnen Kammern sind frisch gelegte Eier.  Sabiene hatte also in den letzten Tagen ihren Hochzeitsflug und legt ab jetzt bis zu 2.000 Eier pro Tag. Eine Bienenkönigin wird nur einmal in ihrem Leben begattet. Die Begattung findet im Flug statt und nennt sich Hochzeitsflug. Sechs bis Zehn Tage nachdem die Königin geschlüpft ist fliegt sie aus dem Bienenstock aus um sich   im Flug mit mehr als 10 Drohnen (so heißen die männlichen Bienen)  zu paaren.  Die Drohnen stammen hierbei nicht nur aus dem eigenen Bienenvolk. Woher genau die Drohnen der ganzen Umgebung wissen, wann und wo eine Königin auf ihrem Hochzeitsflug ist, ist bis heute unbekannt. Dadurch, dass die Königin nicht nur aus einem Volk befruchtet wird, wird das Genmaterial der verschiedenen Völker ebenfalls vermischt. In einem Bienenvolk befinden sich also Bienen unterschiedlicher Abstammungen. Das erhöht die Vielfalt und die Resistenz. Manche Bienen können dann besser mit Hitze umgehen, andere mit Kälte und so gibt es für die meisten Extremsituationen Bienen die auf eben diese Umstände angepasst sind. Wieder ganz schön geil gemacht von dir liebe Natur. Zurück zu Sabiene. Sabiene hat sich also im Flug von diversen Drohnen (die alle beim Geschlechtsakt übrigens sterben) befruchten lassen, das Sperma dieser Drohnen behält sie in sich und es bleibt in ihr auch frisch. Sabiene kann jetzt jedes Ei einzeln aus ihrem Spermavorrat befruchten und hat so genug Sperma für bis zu vier Jahre. Und nochmal: man bist du geil Natur.

Nachdem wir mit einem Strahlen auf dem Gesicht den Deckel wieder auf das Volk von Sabiene gelegt haben, rafften wir uns auf um nach unserem kleinen Sorgenkind zu schauen. Wir hatten beim letzten Mal ja ein Rähmchen mit frischen Eiern aus unserem Vorzeigevolk entnommen und in unser Sorgenkind integriert. Da es in dem Volk sonst keine Eier gibt können die Bienen also nur an diesem Rähmchen eine neue Königin ziehen. Und das taten sie auch, sehr fleißig sogar. Mehr als 5 Weiselzellen konnten wir zählen. Ich wollte schon die schönste und stärkste Weiselzelle auswählen und mich von den anderen verabschieden. Doch Jonas hat die Hoffnung einfach nicht aufgegeben gehabt. Es bestand eine minimale Chance von irgendwo bei 5%, dass unsere verlorene Königin den Weg zurück in das Volk gefunden hat und Jonas hat darauf bestanden, dass wir das komplette Volk nach der Königin durchsuchen um unsere Chance zu nutzen. Was soll ich sagen, sie ist wieder da! Und sogar das zeichnen hat bestens geklappt:

Gereicht hat uns das an Erfolgserlebnissen allerdings noch nicht. Damit sich nicht nur unsere Bienen, sondern auch wir als Imker uns in unserem Garten wohl fühlen haben wir uns etwas besonderes überlegt. Nach der anstrengenden und aufreibenden Arbeit an den Bienen oder im Garten haben wir uns des öfteren  schon ein schönes kühles Getränk gewünscht. Gar nicht so einfach ohne Strom. Entschieden haben wir uns schließlich für einen Erdkühlschrank, den wir erst einbuddeln und dann einweihen konnten.

Buddeln

Kühles Bier, ohne Strom, direkt von Mutter Natur #natürlichesBiervorkommen #Bierader #Erdkühlschrank #wildesBier #Bier

A video posted by Maik Siedschlag (@maiksiedschlag) on

 

In dem Sinne: Prost! Wir freuen uns wie Bolle!

 

 

No comments

Be the first to write a comment.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.