Was für ein hochgestochener Titel, doch während dem Motorsportfreund bei dem Titel vor allem die Nordschleife des Nürburgrings einfällt, steht die “grüne Hölle” bei den Imker für die Situation die wir zur Zeit in der Natur erleben. Die ganze Natur ist grün und alles sieht schön aus, aber achtet doch morgen auf dem Weg zur Arbeit doch einfach mal darauf, wie viele Felder und Bäume zur Zeit noch blühen.
Achtung Spoiler: es werden nicht so viele werden. Von der Jahreszeit her würde zur Zeit vor allem die Linde noch blühen, diese hat aber unter dem späten Frost im April mit am stärksten gelitten und so hat die Linde dieses Jahr eine sehr schwache Blüte. Umso wichtiger ist es übrigens hier für Alternativen zu sorgen. Eine Mischung für eine Bienenwiese ist da eine gute Wahl. Diese blüht wirklich die meiste Zeit des Jahres und unterstützt unsere kleinen Damen vor allem in den schwierigen Zeiten. Nur Mut, eine Fläche findet jeder! So als Tipp, die städtischen Flächen sehen ja meistens auch ganz schön karg aus 😉 Das Titelbild zeigt übrigens unsere Blumenwiese und wie man sieht sind dort auch jetzt noch einigen Blüten geöffnet. Da finden unsere Damen jetzt noch Nahrung.

In dieser Phase verbrauchen die Bienen, da sie sehr wohl noch flugaktiv sind, allerdings noch viel Energie. Insgesamt führt das dazu, dass die Bienen aktuell deutlich mehr Honig verbrauchen als sie eintragen können. Pro Tag werden so 500g und teilweise sogar bis zu 1000g Honig pro Volk benötigt. Eine wichtige Aufgabe für den Imker ist es also den Futterstand der Völker genau im Blick zu haben und entsprechend zu reagieren. Das haben wir erstmalig am Montag getan und zusammen mit Steven (vielen Dank für deine großartige Unterstützung) haben wir festgestellt, dass drei unserer Völker sehr träge wirken und ohne unsere Hilfe nicht mehr lange überleben würden.

Dabei handelt es sich um unsere drei neuen Völker. Diese hatten über das Jahr noch nicht genug Zeit sich einen Puffer anzulegen und haben ihren Vorrat deutlich schneller aufgebraucht. Um hier gegen zu steuern haben wir 10.5 Liter Wasser mit 15 Kg Zucker gemischt und in speziellen Futtereimern auf die Völker gestellt. Fotos muss ich beim nächsten Mal nachreichen, das ist irgendwie auf der Strecke geblieben. In den nächsten Tagen werden wir den Zustand der Völker kontrollieren und ich denke, dass die Eimer schnell aufgebraucht sein werden, dann heißt es für uns so lange nachfüllen bis genug Futter für den kommenden Winter vorhanden ist.

Neben der Vorbereitung auf den Winter liegt für den Imker auch Zuhause viel Arbeit an, denn der frisch geerntete Honig will bearbeitet werden.

Seit Montag habe ich mich intensiver um unseren Honig gekümmert. Ich habe den Honig gefiltert um kleine Wachsstücke und andere Verunreinigungen aus dem Honig zu entfernen. Außerdem hatte ich ja bereits in den letzten Posts erwähnt, dass der Honig reifen muss. Vor allem die Frühtracht neigt zum Kristallisieren. Das kennt ihr vermutlich alle, vor allem der weiße Rapshonig ist dafür bekannt sich auch mal hartnäckig im Glas zu verfestigen. Vermutlich wird auch unser Honig kristallisieren. Wie weit er kristallisieren wird, können wir nicht vorhersagen. Aber natürlich wollen wir keinen steinharten Honig den man nur in Scheiben auf das Brot legen kann. Um das zu verhindern müssen wir den Honig rühren. Beim Kristallisieren bilden sich im Honig lange Zuckerketten die wir durch das Rühren wieder zerbrechen. Das Kristallisieren an sich können wir nicht aufhalten, wir sorgen so aber dafür, dass wir keinen harten, sondern einen cremigen Honig erhalten. Mit dem Rühren beginnt man laut Lehrbuch sobald sich im Honig leichte perlmuttfarbene Schlieren zeigen.
Joa, bis vor ein paar Tagen hatte ich absolut keine Ahnung was zum Teufel das sein soll. Und wie sehen denn bitte diese Schlieren aus? Der Honig hat die Antwort geliefert:

Also wenn das keine perlmuttfarbene Schlieren sind, dann weiß ich es auch nicht. Jetzt heißt es also zweimal täglich den Rührer schwingen und den Honig ordentlich umrühren. Wie lange der Prozess geht wissen wir auch noch nicht so genau, ich hoffe einfach, dass der Honig uns schon zeigen wird wann wir genug gerührt haben 🙂

Die meist gestellte Frage der letzten Zeit will ich jetzt allerdings auch endlich mal klären. 
“Wie verkauft ihr den Honig denn dieses Jahr? Macht ihr wieder eine Verlosung?”

Und da habe ich eine gute Nachricht für alle Freunde eines guten und gepflegten Bingoabends. Die Trommel wird wieder entstaubt und neue Nummern werden vergeben. Bald wird es wieder heißen: alle rein in den Topf und lasset die Spiele beginnen. Also folgt uns wie gewohnt auf allen Kanälen und erfahrt als erste wann, wo und wie ihr euch für das Spiel des Jahres eintragen könnt.

Es wird nicht mehr lange dauern 😉

Und bis dahin wie immer mit süßen Grüßen

Maik

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